Knaith Labradors – Yellow Power

Yellow Power. Knaith Labradors gehören neben Zelstone zu den ganz großen gelben Zwingern. Sie waren vom Beginn bis in die 70er Jahre des 20 Jahrhunderts aktiv. Die fulminante Entwicklung ist nur zu verstehen, wenn man das ganze Panorama im Blick hat. Bei den gelben Labrador Retrievern sind T.C. Lucas’ Hawksbury, Dr. Stantons Folkingham und Mrs M.K MacPhersons Braeroy Labradors nur die Spitze des Eisberges. Die vielen anderen Qualitätszwinger werden teilweise noch nicht einmal namentlich gewürdigt.

Major Arthur Wormald und seine Frau Veronica
Knaith Labradors Yellow Power

Das Ehepaar Wormald gehört zu den Züchtern der ersten Stunde in der Geschichte des LRC. Sie haben mit ihren Knaith Labradors eine starke und einflussreiche rein gelbe Linie entwickelt und gehören auch zu den Begründern des The Yellow Labrador Club .

The Yellow Labrador Club

Wie Vieles wurde er als Reaktion auf einen bemerkenswerten Vorfall gegründet. In der Festschrift zum 75. Jubiläum des Labrador Retriever Clubs (LRC) teilt Gwen Broadley (Sandylands) ihre Erinnerungen an die Anfänge des Ausstellungswesen.

“I remember the drama at Crufts the first time a yellow was shown. Mrs Wormald walked into the Labrador ring with a yellow, the steward told her politely that she was in the wrong ring, the golden retriever ring was further down the hall. Mrs Wormald said “This is a Labrador and I’m staying in the ring”. I can’t remember what prize she won but she was pulled out in the first eight. …” (Seite 93)

Dieses Ereignis war der Impuls, The Yellow Labrador Club zu gründen. Die Wormalds brachten sich sich über Jahrzehnte in verschiedenen Vorstandsämtern qualifiziert ein: zuerst er, nach seinem Tod seine Frau Veronica. Gwen Broadley bezeichnet in dem oben zitierten Artikel Veronica Wormald (1885-1979) als “THE Yellow Labrador Club”.

Die Knaith Labradors wurden schwerpunktmäßig jagdlich geführt. Jedoch stellte Veronica Wormald sie auch regelmäßig erfolgreich aus. Es war eine rein gelbe Zucht ohne schwarze “Outcrosses”. Nur manchmal fielen schwarze Labradors in den Würfen., die den Urahnen geschuldet waren.

Dual CH Knaith Banjo
Dual CH Knaith Banjo
Quelle: The Yellow Labrador Club. The Yellow Years. A.a.O. Umschlag innen

In der Regel bildete Veronica Wormald ihre Hunde selbst aus. Sie konnte über viele Jahrzehnte einen extrem hohen Standard halten. Sie hatte viele Field Trial und Show Champions, die durch ihre Nachkommen einen starken Einfluss auf die Entwicklung der Rasse hatten. Ihr größter Erfolg war Dual Champion Knaith Banjo.

Banjo (genannt Jo) war der letzte in der Reihe der Dual Purpose Champions, in der es nur zwei gelbe gab, nämlich Edgar Winters Dual CH Staindrop Saighdear (1947) und Dual CH Knaith Banjo (1949).

Er war der einzige Dual Champion, der von seiner Züchterin ausgebildet und sowohl auf Field Trials als auch Shows selbst vorgestellt wurde. Er gewann 12 Challenge Certificates (CCs), die er alle unter verschiedenen Richtern erwarb. Sie beinhalten vier Best of Breeds (BOB) und sieben Mal Reserve Best of Sex. Er wurde auf 41 Field Trials platziert. Den Titel Dual erhielt er durch seinen Sieg auf dem Open Stake des Kennel Clubs im Jahr 1949.

Bemerkenswert

Auch Veronica Wormald (1885-1979) gehört zu den Persönlichkeiten, die ihr gesamtes Leben in den Dienst des Labrador Retrievers gestellt haben . Die Wormalds begründeten ihren Zwinger im Jahre 1915 und benannten ihn nach ihrem damaligen Wohnort Knaith in Lincolnshire. Alle Knaith Labradors stammen von ihrer Gründungshündin Mannie ab. In vielen Berichten über Veronica Wormald wird vermutet, dass ihre tiefe Liebe zu den Gelben und konsequente gelbe Zucht dafür verantwortlich sind, dass es heute noch gelbe Labrador Retriever gibt.

Phasen

Sie gehört zu der Generation von Labrador-Leuten, die allen Altersbeschwerden trotzten und noch mit über 90 Jahren ihre Hunde selbst auf Crufts Dog Show vorstellten. Ihr Leben umspannt die ersten drei Phasen der Entwicklung der Rasse: die erste reicht bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Phase Zwei, die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, wird “Goldene Zeit” genannt. Im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) lagen alle Hundeaktivitäten brach. Danach schafften es viele Zwinger, ihre Linien weiter zu führen. Es traten aber auch überwältigend viele neue Qualitäts-Zwinger auf. Auch diese Generation von Züchtern ist inzwischen uralt oder hat den Erdenplan schon verlassen. Wir befinden uns also jetzt in einer vierten oder fünften Phase. Die nachfolgenden Generationen werden sie besser erfassen können als wir Zeitgenossen.

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